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20 Jahre Nippon-Filmfest in Frankfurt. Wir sind dabei.

Die Anfänge des japanischen Filmfestivals Nippon Connection gehen auf das Jahr 1999 zurück. Die beiden Filmwissenschaftsstudenten Marion Klomfaß und Holger Ziegler, beide asienbegeistert und kino- bzw. festivalerfahren, hatten die Idee, an der Frankfurter Goethe-Universität einige japanische Filme zu zeigen. Beim ersten Nippon Connection Filmfestival im April 2000 wurden an vier Tagen insgesamt 13 Filme gezeigt. Anstelle der hoffnungsvoll erwarteten 1.500 kamen rund 10.000 Besucher zum Festival.

Die große Nachfrage spornte das Organisationsteam an, das Festival weiterzuführen. Nach einer einjährigen Pause fand das zweite Nippon Connection Festival im Jahr 2002 statt. Im Jahr 2013 zog das Festival vom Studierendenhaus in das Künstlerhaus Mousonturm und das Theater Willy Praml in der Naxoshalle. Weitere Veranstaltungsorte in Frankfurt am Main sind u.a. das Deutsche Filmmuseum, das Mal Seh’n Kino und der Ausstellungsraum Eulengasse. Nippon Connection hat sich mit über 16.500 Zuschauern und rund 100 gezeigten Kurz- und Langfilmen jährlich zur weltweit größten Plattform für aktuellen japanischen Film entwickelt. Die meisten Filme feiern beim Festival ihre Deutschland-, Europa- oder internationale Premiere.

Ein wichtiges Anliegen des Festivals ist es, den Austausch zwischen Publikum und Filmemachern zu fördern. Jedes Jahr präsentieren viele Regisseure, Schauspieler und Produzenten ihre Filme persönlich und stehen dem Publikum Rede und Antwort. Unter den anwesenden Gästen waren bisher zahlreiche Größen des japanischen Films vertreten, darunter Kaori MOMOI, Koji YAKUSHO, Koji WAKAMATSU, Kiyoshi KUROSAWA, Shinya TSUKAMOTO, Shinsuke SATO, Yukihiko TSUTSUMI, Nobuhiro YAMASHITA, Ryuichi HIROKI, Kazuyoshi KUMAKIRI, Sakura ANDO, Masaharu TAKE, Miwa NISHIKAWA, Akira OGATA, Toshiaki TOYODA, Tomorowo TAGUCHI, Koji YAMAMURA oder Yuki TANADA.
Auch die akademische Beschäftigung mit dem japanischen Kino spielt seit der Gründung eine wesentliche Rolle. Beim Festival werden regelmäßig Veranstaltungen in Kooperation mit der Goethe-Universität angeboten. Zahlreiche internationale Japanfilmkenner geben dem Publikum in Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen Einblicke in das japanische Filmschaffen. 2007 und 2015 fand im Rahmen des Festivals die Kinema Club Konferenz statt, eine der wichtigsten internationalen akademischen Veranstaltungen zu Film und Medien aus Japan.

In Japan ist der Erfolg von Nippon Connection nicht unbemerkt geblieben. Im Juli 2013 wurde Festivalleiterin Marion Klomfaß vom japanischen Außenminister für ihre Verdienste um den japanisch-deutschen Kulturaustausch ausgezeichnet (Gaimu Daijin Hyosho).
Trotz der Größe des Nippon Connection Festivals arbeitet das Organisationsteam überwiegend in ehrenamtlicher Arbeit. Das Team besteht aus mittlerweile rund 70 Personen, vom Studierenden bis zum Berufstätigen. Während des Festivals wird das Team von über 100 freiwilligen Helfern unterstützt.